Die
Entwicklung von Pizza Connection 2 war eine große Herausforderung
für die Grafikabteilung bei Software 2000. Im Gegensatz
zum Vorgänger Pizza Syndicate,
der in farbenfrohem Comiclook aufwartete, sollte der Nachfolger
einen realistischeren Look erhalten. In einem frühen Entwicklungsstadium
entschieden wir uns, den Boden der Städte als Hintergrundbild
zu rendern und nicht aus Einzelmodulen zusammenzustellen. Diese
Methode bot den Vorteil realistisches Shading, Schatten, Reflektionen
und Lichteffekte einzusetzen. Dafür mussten einige standalone
Game Tools wie beispielsweise Level Editoren in Maya's Workflow
eingebunden werden. Für insgesamt zehn Städte mussten
wir detaillierte Untergründe kreieren.
Eine
weitere Herausforderung war die Entwicklung von 56 individuellen
Hires-Charakteren, welche die Pizza Connection 2 Welt bevölkern.
Mit einem Team von drei 3D Grafikern schafften wir es, die Charaktere
in etwa drei Monaten voll animiert fertigzustellen. Carla Heinzel
war für das Design und Modellierung der Charaktere verantwortlich.
Marco Windrich übernahm die Modelle und erstellte das Animationssetup.
Dirk Bialluch animierte die Charaktere und renderte die finalen
2D Sprites. Für jeden Charakter gab es mindestens 12 unterschiedliche
Animimationszyklen, einige Action Einheiten brachten es auf
24 Zyklen. Ohne Automatisierung zeitaufwändiger Prozesse
hätten wir diese Menge an Animationen nicht innerhalb dieser
kurzen Zeitspanne fertigstellen können. Alle Laufzyklen
wurden mit dem von Dirk Bialluch entwickelten Footstep System
animiert, das er Anfang 1999 im Rahmen eines Research Projekts
programmiert hatte. Für das finale Rendering der Sprites
entwickelte er ein MEL Script, welches die Charaktere automatisch
in acht Richtungen und zwei Größen (Stadt und Pizzeria)
renderte.
Das
Making Of Pizza Connection 2 bietet tiefere Einblicke in die
grafische Entwicklung des Spiels.
Gegen
Ende der Produktion haben Dirk Bialluch und Alex Knorr einige
Abende damit verbracht, die Credits Musik zu komponieren. Der
Credits Film ist an die Einleitung von James Bond Filmen angelehnt.
Daraus ergab sich, daß Bläser das dominierende Element
im Arrangement sein sollten. Es dauerte nich lange bis Alex
eine einprägsame Melodie komponiert hatte, die wir mit
Akai S1000 Gitarren einbrachten. Fast alle anderen Instrumente
wie Bläser und Drums stammen aus einem Akai S1000. Wir
nahmen mehrere Audio Layer auf und editierten diese digital
in Vegas, wo wir direkt den Film dazu betrachten konnten. Einige
markante Stellen im Film unterlegten wir mit Sound Effekten,
die wir im Software 2000 eigenen Tonstudio aufnahmen.